NaturGips als erstarrungsregulator

Naturgips eignet sich ausgezeichnet als Erstarrungsregulator, vor allem bei der Zementproduktion. Die Vorteile sind insbesondere die natürliche Mischung aus Gips und Anhydritgestein und die Schadstofffreiheit: 

Um eine gute Verarbeitung der Zementsuspension zu erreichen, wird dem Zementklinker idealerweise natürliches Gips-/Anhydritgestein zugemahlen. Dieses bewirkt, dass die Erstarrung nicht sofort nach Zusatz von Wasser zu grossen Tetracalciumaluminiumhydratkristallen erfolgt, die sich kartenhausartig anordnen und vernetzen. Vielmehr bildet sich um die Zementklinkerteilchen eine dünne Schicht aus Calciumaluminiumsulfatkristallen, die die das Fortschreiten der Erstarrungsreaktion verzögern. So kann die Erstarrungsdauer von ca. 10 Minuten (ohne Gips-/Anhydritgestein) auf über 2 Stunden verlängert werden.  

Besonderer Bedeutung kommen dabei den richtigen Anteilen an Gips und Anhydrit und der innigen Verwachsung zu: Der Gipsanteil wird bei der Vermahlung teildehydriert, so dass Halbhydrat entsteht, welches vor allem in der Frühphase der Erstarrungsregulation wichtig ist. Der Anhydritanteil geht erst später in Lösung und ist daher vor allem in der Spätphase der Erstarrung wichtig. 

Der Klinker und der Erstarrungsregulator können nicht sinnvoll beliebig fein aufgemahlen werden, weil sich dadurch beispielsweise die Gesamtkornoberfläche, die Reaktivität, der Energieaufwand und die Kosten erhöhen. Deshalb ist eine unmittelbare Nachbarschaft von Gips und Anhydrit, wie sie im Naturgips vorliegt, vorteilhaft, weil so an jeder Stelle eine optimale Erstarrungsverzögerung erreicht wird. Synthetische Sulfatträger haben dieses Merkmal nicht. 

Bei der Erstarrung sollte die Umhüllung der Zementklinkerteilchen durch die Calciumaluminiumsulfatkristalle möglichst gleichmässig und vollständig sein. 

Schadstoffe können dies beeinträchtigen und neben einer stofflichen Problematik auch zu einer erschwerten Verarbeitbarkeit des Zements führen.

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